Unsere Bayerntour - Rauhnacht.bayern
Bayrisches Rauhnachtsbrauchtum- Tradition in Bayern

Die Allerseelennacht

Buchautor und Heimatforscher Sepp Probst erzählt:

Die Allerseelennacht ist vom 1. November auf den 2. November. Sie galt im Bayerischen Wald als Rauhnacht, in dieser Nacht hatten die Toten freien Lauf. Dieser Glaube geht auf die germanische Religion zurück, die nicht, wie die Kelten glaubten, dass die Nacht der Toten am 1. November sei, sondern erst in der darauffolgenden Nacht. Die Germanen glaubten, dass in dieser Nacht die Toten ihre Gräber verlassen dürfen, deshalb war es ratsam, das Haus nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr zu verlassen, denn diese Nacht gehört nicht den Lebenden.

Laut alten Erzählungen heißt es, dass hier um Mitternacht in den Kirchen eine Messe für und mit  den Verstorbenen ist. Wer sich heimlich in die Kirche schleicht, kann die Toten der Gemeinde dort sitzen sehen, aber er sollte aufpassen, dass er nicht erwischt wird, diese wandelnden Toten würden ihn an Ort und Stelle zerreißen. Die katholische Kirche übernahm einen Teil des alten Glaubens und nannte den 2. November Allerseelen, er war den Seelen der Verstorbenen des vergangenen Jahres geweiht.